Die ultimative SEO-Checkliste für die Website deines Start-ups

Von Aljaz Fajmut, CEO von Nightwatch

Ein kleines Unternehmen zu gründen, ist 2018 etwas ganz anderes als 1998. Es gibt so viel mehr Bereiche abzudecken – und der wichtigste davon ist SEO.

SEO macht die Website deines Startups bei Google sichtbarer und verbessert gleichzeitig ihre Benutzerfreundlichkeit. Das Ziel ist, dass dich mehr Menschen finden und mehr von ihnen bleiben, um deine Produkte zu nutzen.

Wir verstehen es allerdings – SEO ist schwierig. Deshalb konzentrierst du dich auf die Entwicklung großartiger Produkte und Dienstleistungen, während wir dir die ultimative SEO-Checkliste für deine Website liefern, damit dein Leben in dieser Hinsicht deutlich einfacher wird.

Schauen wir uns an, was du alles prüfen solltest!


1. Ein Google-Analytics-Account für SEO einrichten

All deine anfänglichen SEO-Maßnahmen sind vergebens, wenn du sie nicht überwachst. Damit du deine SEO-Strategie im Blick behältst und sehen kannst, was funktioniert und was nicht, solltest du als Erstes einen Google-Analytics-Account einrichten.

Google Analytics

Außerdem ist es sinnvoll, sich für ein SEO-Tool anzumelden, das sich in Google Analytics integrieren lässt, etwa Nightwatch, um deine SEO-Maßnahmen zu verbessern.


2. Eine Keyword-Recherche durchführen

Keywords gehören zu den Grundlagen von SEO. Wenn du eine großartige Website aufgebaut, aber noch keine Liste mit Keywords erstellt hast, um den richtigen Traffic auf deine Website zu lenken, ist jetzt der richtige Zeitpunkt dafür.

Am besten stellst du zunächst eine Liste mit Themen zusammen, über die du schreiben möchtest, und erstellst anschließend eine Liste möglicher Keywords. Lass diese durch ein Keyword-Recherche-Tool laufen – der Google Keyword Planner ist völlig kostenlos – und prüfe das Suchvolumen.

Idealerweise solltest du Keywords mit einem soliden Suchvolumen auswählen, die gleichzeitig nicht zu umkämpft sind. 10.000–100.000 Suchanfragen pro Monat sind ein guter Richtwert.

Sobald du deine Liste mit Keywords hast, beginnst du damit, sie in deine URLs, deine Title-Tags, deine Meta-Tags – und in deine Inhalte – einzubauen.

Wichtig bei der Keyword-Recherche ist, dass sie ein fortlaufender Prozess ist. Die Suchanfragen deiner Zielgruppen verändern sich, deshalb musst du die Entwicklung kontinuierlich beobachten, um Schritt zu halten.

Nicht nur das: Wenn dein Unternehmen wächst und sich deine Produkte und Dienstleistungen verändern, ändert sich auch deine Keyword-Strategie. Ziehe außerdem den Einsatz von Google-Scraping in Betracht, um relevante Daten aus Suchmaschinenergebnisseiten zu sammeln.


3. Eine XML-Sitemap erstellen

Jeder, der eine Website betreibt, sollte eine XML-Sitemap erstellen, da sie Google dabei hilft, die Struktur deiner Website besser zu verstehen. Dadurch kann Google anschließend leichter alle Seiten finden, die du indexieren lassen möchtest.


4. Eine Content-Marketing-Strategie erstellen

Content ist ein wichtiger Rankingfaktor bei Google. Je mehr aktuelle Inhalte du erstellst, desto mehr Seiten deiner Website werden indexiert.

Google räumt außerdem hochwertigen Inhalten Vorrang ein – also Inhalten, die Fragen von Kunden in ausführlichen Blogbeiträgen beantworten. Um herauszufinden, welche Fragen in deiner Nische gestellt werden, kannst du ein Tool wie Answer the Public nutzen. Es hilft dir auch dabei, Ideen für neue Inhalte zu entwickeln. Alternativ kannst du eine Content-Marketing-Agentur beauftragen, die dich bei der Strategie unterstützt!

Neben dem Fokus auf den Wert deiner Inhalte solltest du daran denken, relevante Keywords einzubauen, damit die richtigen Menschen sie finden. Eine gute SEO-Praxis besteht darin, das wichtigste Keyword in deinen ersten Satz aufzunehmen, es anschließend in 2–3 Zwischenüberschriften zu verwenden und es außerdem 3–4 weitere Male im Text zu platzieren.

Wenn du Keywords in deine Inhalte einfügst, achte darauf, dass ihre Verwendung nicht erzwungen wirkt. Sie müssen wie ein natürlicher Bestandteil des Textes erscheinen.


5. Website-Geschwindigkeit testen

Bei der Geschwindigkeit deiner Website geht es vor allem um die Benutzerfreundlichkeit. Wenn das Laden deiner Website zu lange dauert, werden Besucher definitiv abspringen. Neil Patel hat herausgefunden, dass 40 % von uns eine Website verlassen, wenn sie nach 3 Sekunden noch immer nicht vollständig geladen ist.

Und wenn ungeduldige Website-Besucher zu schnell abspringen, steigt deine Bounce-Rate – und das kann deiner Position in den SERPs schaden.

Lass deine Website durch einen Website-Geschwindigkeitschecker laufen, zum Beispiel durch diesen kostenlosen von Google. Teste sie sowohl auf Mobilgeräten als auch auf dem Desktop. Wenn deine Website zu lange zum Laden braucht, können unter anderem folgende Gründe dahinterstecken:

  • Zu große Bilder
  • Zu viele Videos. Wenn du unbedingt Videos auf deiner Website einbinden musst, hoste sie über einen Drittanbieter
  • Die Komprimierung ist nicht aktiviert. Wenn du die Komprimierung auf deinem Server aktivierst, kannst du deine Website beschleunigen
  • Hosting von geringer Qualität. Einer der häufigsten Gründe für eine langsame Website ist, dass Websites auf Hosting mit geringer Qualität betrieben werden. Die Lösung besteht natürlich darin, in qualitativ hochwertiges Webhosting zu investieren. Das macht einen enormen Unterschied und stellt sicher, dass deine Website jederzeit mit höchster Geschwindigkeit läuft.

6. Mobilfreundlichkeit testen

Wir sind uns ziemlich sicher, dass du bereits weißt, wie viel Zeit wir als Gesellschaft damit verbringen, Websites auf unseren Mobilgeräten zu besuchen. Es ist eine ganze Menge Zeit. Aber hast du daran gedacht, deine Website für Mobilgeräte zu optimieren?

Das ist für SEO entscheidend. Lass deine Website durch den Mobilfreundlichkeitstest von Google laufen und prüfe anschließend, wie gut sie auf deinem Mobilgerät funktioniert. Wenn sie unübersichtlich aussieht, ist es Zeit für ein paar Änderungen.


7. Linkbuilding-Kampagne starten

Sobald du eine Liste mit Keywords zusammengestellt, die technischen Aspekte der SEO deiner Website abgedeckt und eine Content-Marketing-Kampagne gestartet hast, ist es Zeit, eine Linkbuilding-Kampagne zu starten.

Backlinks sind eingehende Links von einer anderen Website zu deiner Website. Warum sind sie wichtig? Je mehr eingehende Links du hast, desto mehr „Link Juice“ erhältst du – und desto höher rankst du.

Aber das ist noch nicht alles: Wenn eine autoritative Website aus deiner Nische auf dich verlinkt, werden deine Website und dein Startup mehr Menschen präsentiert. Mithilfe eines Backlink-Checkers für Wettbewerber kannst du außerdem autoritative Websites identifizieren und nutzen, die auf deine Wettbewerber verlinken. So erhöhst du effektiv die Online-Sichtbarkeit deines Startups.

Wenn es darum geht, Links zu sichern, solltest du ausschließlich auf hochwertige Links setzen. Das sind Links von einer renommierten Website mit viel Traffic, die zu deiner Nische passt. Ein SEO-Tool mit Backlink-Tracker hilft dir dabei, deine eingehenden Links zu überwachen, damit du minderwertige oder spammige Links vermeidest, die deiner Position in den SERPs schaden können.

Um eine effektive Linkbuilding-Kampagne zu starten, entwickle einige Ideen für Blogbeiträge, die zu deiner Nische passen, und schlage sie stark frequentierten Blogs in deiner Nische vor. Wenn ein Blog deinen Beitrag annimmt, schreibst du ihn und fügst 1–2 Links zu deiner Website ein.


8. Bilder optimieren

Optimierte Bilder spielen dir in die Karten. Füge dem Dateinamen aller deiner Bilder ein Keyword hinzu, damit sie auf Google besser sichtbar sind.

Nehmen wir zum Beispiel an, ich habe ein Bild eines BMW auf meiner Website verwendet. Ich ändere den Dateinamen dann in diesen:

„BMW 4er Limousine, Baujahr 2016.“


9. Meta-Beschreibungen optimieren

Wenn deine Website bereits online ist und du dich bisher noch nicht um deine Meta-Beschreibungen gekümmert hast, musst du noch einmal zurückgehen und sie überprüfen.

Zum Glück musst du nicht unglaublich viel Zeit damit verbringen, für jede Seite neue Meta-Beschreibungen zu erstellen, denn manchmal kannst du deine Meta-Beschreibungen problemlos dem automatisierten Snippet von Google überlassen.

Du solltest dir trotzdem alle Meta-Beschreibungen ansehen, denn du willst Duplikate vermeiden.

Wenn du Meta-Beschreibungen von Grund auf neu erstellst, beschränke dich auf 160 Wörter und füge dein wichtigstes Keyword ein. Der Sinn einer Meta-Beschreibung besteht darin, Google und den Internetnutzern zu zeigen, worum es auf deiner Seite geht. Deshalb muss sie klar und überzeugend sein. Bei geeigneten Seiten kannst du außerdem einen CTA einbauen, um mehr Klicks zu erzielen.


Du solltest nicht nur Links von anderen Websites sammeln, sondern auch selbst auf andere relevante Websites verlinken.

Achte darauf, dass jede Website, auf die du verlinkst, für den Link selbst relevant ist, und wähle die Formulierung für den Ankertext sorgfältig. Sie muss für die Seite und/oder den Inhalt relevant sein, damit Google die Beziehung erkennen kann.

Je mehr Links von relevanten und autoritativen Websites auf dich verweisen und je mehr du selbst auf solche Websites verlinkst, desto eher erkennt Google, dass du zur „Google-Familie“ gehörst.

Außerdem bekommst du dadurch mehr Linkjuice.


11. Schlechte Weiterleitungen finden

Eine 302-Weiterleitung ist eine schlechte Weiterleitung. Sie ist vorübergehend und wird normalerweise für eine zeitlich begrenzte Aktion oder für Wartungsarbeiten an der Website verwendet. Der SEO-Wert der weitergeleiteten Seite wird nicht an ein neues Ziel weitergegeben, daher musst du all diese Weiterleitungen durch 301-Weiterleitungen ersetzen.

Diese Anleitung hilft dir dabei, das in WordPress umzusetzen.


Das ist für kleine Websites wichtig, aber für größere Websites besonders entscheidend.

All diese Dinge machen es Google äußerst schwer, deine Seiten nicht nur zu finden, sondern sie auch zu indexieren und – noch wichtiger – ihnen Traffic zuzuführen.


13. Duplikate vermeiden

Google bestraft Duplicate Content, und das kann deiner Position in den SERPs erheblich schaden.

Duplicate Content bezeichnet jeden Content-Block, der exakt mit einem anderen Content-Block auf deiner Website übereinstimmt – oder ihm sehr ähnlich ist.

Doppelte Inhalte aufzuspüren, ist nicht immer einfach, weil sie buchstäblich überall zu finden sein können – von deinen Blogbeiträgen bis hin zu deinen URLs. Ein Tool wie Siteliner kann dich dabei unterstützen.

Das ist die ultimative SEO-Checkliste für deine Startup-Website. Schau beim letzten Feinschliff deiner Website immer wieder darin nach. Denk aber daran: SEO ist eine Reise, die niemals endet. Überwache all deine Maßnahmen und nimm unterwegs die nötigen Anpassungen vor.


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